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Liebe Mitglieder, liebe Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter,

kurz vor den Festtagen möchte ich Sie im Namen des Vorstands herzlich grüßen und Sie auch über die Planungen für das nächste Jahr informieren.

Nachdem die Mitgliederversammlung mich am 10.09.2024 zum Vorsitzenden gewählt hatte, benötigte ich einige Zeit, um mich mit den Vereinsabläufen vertraut zu machen. Der Städtepartnerschaftsverein ist mir mit seiner bereichernden, aber auch herausfordernden Aufgabenstellung sehr ans Herz gewachsen. Bei einem Videotreffen hat mich Bürgermeister Frank Stein seiner Amtskollegin Lizy Delaricha vorgestellt, und ich habe mich sehr über ihre unkonventionelle, warme Begrüßung gefreut.

Lizy berichtete, dass das Leben in Ganey Tikva weitgehend in geordneten Bahnen verläuft. Die Menschen dort versuchen, so normal wie möglich zu leben, auch wenn sie unter der Unsicherheit und dem Krieg an mehreren Fronten leiden. Sie bangen um die Geiseln und ihre Soldatinnen und Soldaten. Mit ihrer Regierung zeigen sich viele Bürgerinnen und Bürger nach wie vor unzufrieden, und Lizy erklärte selbstbewusst, dass nach dem Krieg die Demonstrationen weitergehen würden.

Die aus dem Norden und Süden geflüchteten Menschen sind von rund 300 auf rund 100 zurückgegangen. Viele wollten in ihre Heimat zurückkehren, aber die, die jetzt noch in Ganey Tikva leben, wollen wegen der guten Infrastruktur und der höheren Sicherheit im Landesinneren dort wohnen bleiben.

Im Green House, dem Therapiezentrum für Familien mit traumatisierten Mitgliedern, werden zahlreiche Familien unterstützt, damit sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen, darunter auch Opfer des 07.10.2023.

Das Green House und der 27.01.2025

Das Green House wollen wir erneut mit einer Spendensammlung bei der Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Holocaust bedenken. Möchten Sie sich für diesen Zweck nochmals engagieren, können Sie gerne auch auf das Vereinskonto mit dem Spendenzweck "Green House" überweisen.

Zur Veranstaltung mit Aaron Knappstein, dem Präsidenten des einzigen jüdischen Karnevalsvereins, am 27.01.2025 möchte ich Sie herzlich einladen. Das Katholische Bildungswerk ist unser Kooperationspartner. Aaron Knappstein ist ein sehr interessanter Mensch, der tiefgreifend, aber dennoch kurzweilig und mit Humor erzählen kann:

Jüdisches Leben und „jüdischer Karneval“ in der Nazi-Zeit und heute
Gespräch mit Aaron Knappstein, Präsident der „Kölsche Kippa-Köpp“
Eine Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag
Musikalische Begleitung: Klezmer-Ensemble „Die Zitrönchen“


Montag, 27.01.2025, 19.30 Uhr
Ort: Ratssaal Bensberg, Wilhelm-Wagener-Platz, 51429 Bergisch Gladbach
Der Eintritt ist frei; Anmeldung nicht erforderlich



Worum es geht

Im Gespräch mit mir als dem Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsvereins blickt Aaron Knappstein im ersten Teil des Abends auf den Karneval in der NS-Zeit zurück. Sehr bald schon gab es damals Auftrittsverbote für jüdische Künstler und zahlreiche Einschränkungen jüdischen Lebens – auch im Karneval. In einem zweiten Teil befragt Elmar Funken, Leiter des Katholischen Bildungswerks, Aaron Knappstein zum jüdischen Leben heute im Rheinland angesichts des zunehmenden Antisemitismus seit dem 07.10.2023, dem brutalen Überfall der Hamas auf Israel. Wie erleben Juden in Köln und Umgebung heute das gesellschaftliche Klima und welche Einschränkungen und Probleme gibt es für sie – z.B. auch in einem jüdischen Karnevalsverein wie den „Kölschen Kippa-Köpp“? Was ist das Besondere an einem jüdischen Karnevalsverein und wie wird der Karneval da gelebt?
Was wir 2025 noch planen

Im kommenden Jahr möchten wir neben den Gedenkveranstaltungen am 27.01. und 09.11. auch Filmabende anbieten, zu einem Klezmerkonzert einladen und zu einer Veranstaltung, die christliche und jüdische Musik verbindet, einen Vortrag zum Thema Antisemitismus präsentieren sowie eine Informationsveranstaltung über die Situation in Israel. Unsere Präsenz in Social-Media-Kanälen wollen wir auch angehen. In der letzten Vorstandssitzung haben wir viele Ideen besprochen, und wir hoffen, alles auch umsetzen zu können. Konkrete Termine können Sie wie immer der Homepage entnehmen.

Nun wünsche ich Ihnen einen friedvollen Jahresausklang, fröhliche Weihnachten und einen guten Start in das Neue Jahr, das unserer Welt und gerade den Menschen im Nahen Osten Frieden und Sicherheit bringen möge. Alles Gute für Sie und Ihre Lieben!

Hier sind unsere aktuellen Berichte:

Amos Oz: Esperanto - Die Geschichte von Martin im Kibbuz

Am Vorabend des Gedenktages an die Gründung der Staates Israel (14. Mai) hatte unser Verein in das Rathaus Stadtmitte zu einer Lesung aus der Kurzgeschichtensammlung von Amos Oz, „Unter Freunden“ eingeladen. Es handelt sich hierbei um acht Kurzgeschichten, deren Schauplatz ein Kibbuz der späten 1950er Jahre ist. Amos Oz hatte selbst als Jugendlicher einen Kibbuz zur Heimat gewählt. Zunächst aber …
Amos Oz: Esperanto - Die Geschichte von Martin im Kibbuz

Nie wieder...

... lassen wir es zu, dass unser Volk vernichtet wird. So werden viele Israelis denken, und vor diesem Hintergrund sehen sie den Präventivschlag gegen den Iran. Auch unsere Freunde in Ganey Tikva sind so motiviert. Mit dem Wissen um die Vernichtung von ca. sechs Millionen Juden im Holocaust und um alle Pogrome gegen Juden früher und heute, ist diese Einstellung …
Nie wieder...
Auf unserer Website gibt es noch viel mehr zu sehen. Schauen Sie doch mal rein!
Schalom und bis bald!

Willy F. Bartz
Vorsitzender des Städtepartnerschaft Ganey Tikva Bergisch Gladbach e.V.