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Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Ganey-Tikva-Vereins,

mit dem Frühjahr kehrt Aufbruchsstimmung ein, auch wenn diese durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa und der Welt getrübt ist. Unsere Bergisch Gladbacher Städtepartnerschaften haben viel mit Frieden und Versöhnung zu tun. Dieses Jahr ist das „Brückenjahr“ zwischen den Jubiläen der Partnerschaft mit Beit Jala (2021) und mit Ganey Tikva (2023). Gemeinsam mit dem Beit-Jala-Verein erarbeiten wir derzeit eine interessante Veranstaltungsreihe rund um das Heilige Land – wo auch Menschen in Frieden leben möchten. Informationen zu einzelnen Terminen finden Sie bereits im Veranstaltungskalender auf unserer Homepage. Und natürlich halten wir Sie über die weiteren Inhalte auf dem Laufenden.

Heute möchten wir Sie vor allem auf eine besondere Veranstaltung unseres Vereins aufmerksam machen, die leider auch mit Krieg und Vernichtung von Menschenleben zu tun hat. Dr. Frank Beer wird am

Dienstag, 26.04.2022, 19.00 Uhr,
im großer Ratssaal, Rathaus Stadtmitte,
Konrad-Adenauer-Platz, 51465 Bergisch Gladbach,

einen Zeitzeugenbericht von Ester Weiss vortragen:
Mit zwei kleinen Kindern durch Auschwitz

Bevor Herr Dr. Beer uns über Ester Weiss in Auschwitz berichtet, wird ihm die Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach für seine Verdienste um die Aufarbeitung des Holocaust durch den stv. Bürgermeister Josef Willnecker verliehen. „Die Zitrönchen“ unter Leitung von Roman Oračko tragen mit Klezmer-Stücken musikalisch zum Programm bei.

Der Zeitzeugenbericht von Ester Weiss „Mit zwei kleinen Kindern durch Auschwitz“ wurde von Dr. Frank Beer und Markus Roth in einer neuen Quellenedition erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Die Quellenedition trägt den Titel: Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift 'Fun letstn churbn' der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946-1948. Berlin, 2021


Zur Person: Dr. Frank Beer

Frank Beer wurde 1965 in Cham/Bayern geboren und wuchs in Baden-Württemberg
auf. Nach dem Studium der Chemie mit anschließender Promotion an der Johannes-
Gutenberg-Universität in Mainz folgte eine Auslandstätigkeit in Großbritannien. Seit 1999 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Bundesbehörde in Bergisch Gladbach.

Seine publizistische Tätigkeit zu Zeitzeugenberichten über den Holocaust begann
2011 mit der Veröffentlichung des von ihm erstmals in Deutschland beachteten und
von ihm übersetzten Augenzeugenberichts von Rudolf Reder über das Vernichtungslager Belzec.

2014 gab er zusammen mit Wolfgang Benz und Barbara Distel eine Quellenedition mit Berichten der Zentralen Jüdischen Historischen Kommission in Polen heraus.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie an dieser Veranstaltung teilnehmen!

Wer gerne über den Tellerrand schauen möchte, ist herzlich am 10.04.2022 um 14.00 Uhr zum 17. Apfelblütenfest im Bergisch Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe, Bensberg, eingeladen. Rund um den „Baum der Religionen“ wird das Thema „Visionen von einer Welt, so wie sie sein sollte…“ von den Vertreterinnen und Vertretern der sieben Weltreligion entfaltet. Dieses Fest findet immer dann statt, wenn der „Baum der Religionen“ seine unterschiedlichen Blüten trägt – als sichtbares und greifbares Zeichen der Verständigung und des Friedens trotz aller Unterschiede.

Alles Gute für Sie!

Hier sind unsere aktuellen Berichte:

Amos Oz: Esperanto - Die Geschichte von Martin im Kibbuz

Am Vorabend des Gedenktages an die Gründung der Staates Israel (14. Mai) hatte unser Verein in das Rathaus Stadtmitte zu einer Lesung aus der Kurzgeschichtensammlung von Amos Oz, „Unter Freunden“ eingeladen. Es handelt sich hierbei um acht Kurzgeschichten, deren Schauplatz ein Kibbuz der späten 1950er Jahre ist. Amos Oz hatte selbst als Jugendlicher einen Kibbuz zur Heimat gewählt. Zunächst aber …
Amos Oz: Esperanto - Die Geschichte von Martin im Kibbuz

Nie wieder...

... lassen wir es zu, dass unser Volk vernichtet wird. So werden viele Israelis denken, und vor diesem Hintergrund sehen sie den Präventivschlag gegen den Iran. Auch unsere Freunde in Ganey Tikva sind so motiviert. Mit dem Wissen um die Vernichtung von ca. sechs Millionen Juden im Holocaust und um alle Pogrome gegen Juden früher und heute, ist diese Einstellung …
Nie wieder...
All dies und noch viel mehr gibt es auf unserer neuen Website zu sehen. Schaut doch mal rein!
Schalom und bis bald!

Susanne Schlösser
Städtepartnerschaft Ganey Tikva Bergisch Gladbach e.V.